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Berichte und Geschichten vom Schiff...
04.02.2006
Passattörn 2005

Weit ist sie, bewegt, immerzu ruhelos und doch unbeweglicher Horizont, klare Linie zum Himmelsrund. Wir treiben ruhig in diesem Teppich voll Wasser und Formen und Licht und Glitzern. Unsere kleine Feste, unser Schiff, ist uns wohl vertraut, winzig klein ist es in der Weite, groß genug jedoch zu bergen unser Essen, zu tragen unsere Körper, groß genug, einer kleinen Palme (Emma) und einer Taube (Franzi) Asyl zu gewähren.
Laut singend trotzen wir der Flaute. Ein wenig Angst vor dem Sturme, vertrauen wir der guten alten Dame, unserer Herberge für drei Wochen. Sie bewegt sich träge hin und her. Einlullend erzählt das Gurgeln des Ruders Märchen und Sagen längst vergangener Zeit. Die Mannschaft ist wie benebelt vom Meer und dem Geschaukel.
Aber seid wachsam und auf der Hut! Der Klabautermann scheint immer weg, verhöhnt ihn nicht! Stählt den Körper und das Schiff! Schon manchen hat er gepackt, der sich versah.
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30.10.2006
Sind wir hier in der Eider?

Auf Helgoland/Von Helgoland zur Eiderschleuse - Donnerstag, 6.Juli 2006

Morgens nutzten wir, der Freie Wandervogel Herford, erst einmal die Chance, Deutschlands einzige Hochsee-Insel anzuschauen. Die Jüngeren sowie Manni und Elch umquerten einmal die Insel auf einem besonderen Klippenpfad, der nah an den steilen, von Möwen übersäten Klippen vorbeiführte. Die Sonne brannte vom Himmel, und es war weit und breit kein Schatten in Sicht. Nach einem anstrengenden, aber auch schönen Marsch von etwa einer Stunde kamen wir wieder in Helgoland-City an. Dort versorgten wir uns dann noch mit dem Wichtigsten (z.B. Eis umsonst und endlich mal was Richtiges zu trinken), um kurz darauf einen Sprint zum Boot zurückzulegen, der allerdings völlig unsinnig war, denn Buchse war eh noch nicht da (haha). Er hatte von einem anderen Segler den Tipp bekommen, dass für die Eider 3 m Wassertiefe garantiert werden. Die Einmündung liegt genau östlich von Helgoland. Sie schlängelt sich mehr als der Nord-Ostsee-Kanal, der wesentlich weiter südlich beginnt. Von Helgoland aus ist die Strecke damit gleich lang. Und die Eider sollte wesentlich spannender sein. Damit stand die Entscheidung fest! Die Fahrt zum Festland verlief wieder ruhiger, wir kamen an St. Peter-Ording vorbei und sahen sogar einen Schweinswal. Spät am Abend, als es eigentlich schon dunkel war, fuhren wir dann durch die Schleuse am Eidersperrwerk.

Von der Eiderschleuse nach Lexfähre - Freitag, 7.Juli 2006

Die Eider ist ein schöner Fluss! Zum ersten Mal in der Geschichte der Falado fuhr sie die Eider entlang. Und wir waren wahrlich eine würdige Crew. Das Ab- und Anlegen beherrschten wir nun fast blind, leider 2 Wochen zu spät … Die Schleusen boten uns jedenfalls noch mal eine gute Trainingsmöglichkeit. Alleine drei befuhren wir an diesem Tag. Nach der zweiten (der in Friedrichsstadt) machten wir erstmal eine Pause und gingen auf Landgang, um uns das kleine Städtchen einmal genauer anzugucken. Die Smutjes blieben an Bord und schälten die leider etwas zu weich geratenen Kartoffeln für den Kartoffelsalat am Abend. Nach dem Ablegen hieß es erstmal baden. Obwohl der Motor aus war, machten wir beachtliche Fahrt, so dass wir eben in 20 Minuten 1 Meile hinter uns legten. Das Baden war das Beste von allen, denn dank beachtlicher Wassertiefe konnten wir sogar von der untersten Rah springen. Ein wirklich tolles Gefühl. Nachdem wir dann weiter gefahren sind, kamen wir abends an der Schleuse zum NOK (Nord-Ostsee-Kanal) in Lexfähre an. Wir machten an zwei Dalben (Pfählen) fest, die da einfach so im Wasser standen, um eine ruhige Nacht zu genießen. An Land konnten wir an diesem Abend nur noch per Dingi. Dies mussten Buchse und Nils auch noch, denn wir bekamen Besuch von Hanim und seiner Frau Moni, welche uns einen neuen Staubsauger vorbeibrachten. Nach einem kleinen Plausch über den verlaufenen Törn brachten Buchse und Nils die beiden wieder an Land, und es kehrte Ruhe auf dem Schiff ein.

Von Lexfähre nach Kiel - Samstag, 8. Juli 2006

Das letzte Mal aufstehen war angesagt. Und auch das letzte Mal schwimmen. Also stürzten wir uns sofort nach dem Wachwerden in die Fluten der Eider. Erstmal auf dem NOK, verging die Zeit wie im Flug. Leider bei Regen und nicht bei Sonnenschein schlängelten wir uns an all den Riesen-Containerschiffen vorbei. Am Rande des Kanals verlief ein Rad- und Wanderweg. Wanderer auf diesem Weg winkten uns ständig zu und waren sehr überrascht (vor allem die weibliche Seite), als Buchse sich an die Reling stellte um sich zu erleichtern. Als wir das vorletzte Mal anlegten (an der Schleuse, die uns wieder auf Meeresniveau bringen sollte), kapierte ich endlich zum ersten Mal, was eine Spring war. Auch das ein bisschen spät, aber wer weiß, vielleicht haben wir ja noch einmal das Glück, auf diesem prächtigen Schiff zu fahren. Das Anlegen im Kieler Hafen (endlich mal ein richtiger Hafen) war wieder etwas komplizierter, denn auf unserem Stammplatz lag ein kleines Motorboot, das wir ja leider nicht umfahren konnten. Endlich geschafft. Nach zwei harten Wochen, in denen wir ja eigentlich nur die Hälfte der Strecke hätten zurücklegen müssen, kamen wir wieder im Heimathafen der Falado an. Danach verlief alles etwas hektisch, denn wir wollten ja den Zug nach Herford nicht verpassen.

Die Großfahrt war zu Ende. Zwei spannende, interessante und aufregende Wochen, in denen wir viel gelernt, aber auch wahnsinnig viel Spaß gehabt haben. Schade, dass sie nun vorbei sind.

Jan


02.04.2005
Mit der Falado nach Atlantis

Gemeinsamer Segeltörn des CPSaar Blaustein Gralsritter, CPSaar Finkenburg, Büdinger Bund und der kleinen Bären.

Bericht der kleine Bären:
Am 25. März war es endlich soweit! Nach 3 Monaten Vorbereitung und Vorfreude fuhren wir, das heißt 7 Pfadis vom Pfadfinderstamm kleiner Bär Richtung Grado. In Ulm übernachteten wir und trafen noch 3 andere Pfadfindergruppen, die sich alle schon sehr auf die kommende Woche freuten. Nach etwas Zeit, die wir zum kennen lernen nutzten, öffneten wir den versiegelten Brief, den wir von unserm König erhielten und lasen unseren Auftrag! Wir sollten uns auf die Suche nach dem Schatz von Atlantis machen!
Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Grado/Italien. Dort erblickten wir sehnlichst die Falado zum ersten Mal! Dieses große Holzschiff mit zwei Masten und Rahsegeln war dann auch schnell beladen. Leider konnten wir wegen sehr starkem Nebel noch nicht auslaufen! Am nächstem Morgen stachen wir dann aber sehr früh in See und es hieß zum ersten Mal: Alles klar zum Setzen des Großsegels!!. Zunächst segelten wir, leider mit wenig Wind, nach Kroatien! Dort erkundeten wir die Küste und erblickten eine zauberhafte Insellandschaft! Die Abende verbrachten wir vor Anker in schönen Buchten mit sehr fröhlichen und lauten Singerunden unter Deck! Nachts über, gehörte es allerdings auch zu unseren Pflichten Ankerwache zu halten! Das bedeutete, dass rund um die Uhr jemand wach an Deck war und darauf aufgepasst hat, dass wir nicht abtrieben. Nach einigen Tagen fanden wir eine Faschenpost, die von Christophorus Drake geschrieben wurde, der Atlantis gefunden hat. In dieser Flaschenpost war auch die Position von Atlantis angegeben. Also fuhren wir dort hin und strandeten mit unserem Beiboot auf dieser Insel! Zuerst errichteten wir ein Lager, um von hier aus die Insel zu erkunden. Nach langen suchen fanden wir den Schatz. Laut Sage wird er dem Finder viel Glück bringen. Deshalb teilten wir ihn unter uns auf und jeder bekam eine Silbermünze. Dann ging es auch schon wieder zurück Richtung Grado. Zum Glück frischte der Wind am letzten Tag noch einmal so richtig auf, so dass wir das Schiff auch mal mit viel Krängung und unter hartem Wetter kennen lernen durften. In Grado wartete dann auch schon die nächste Gruppe, der wir das Schiff am 2.April übergaben. Hinter uns liegt eine Woche mit vielen Abenteuern, neuen Freunden und mit viel Spaß! Wir hoffen alle, dass dies für uns nicht die letzten Woche auf der Falado war. Und dass wir noch einmal ein solches Abenteuer bestehen dürfen!
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